Café Fleurs de Marie – Genf

Jeden Tag eine gute Tarte

Hinter dem Genfer Bahnhof findet sich das Café Fleurs de Marie. Das kleine Lokal ist erste Adresse vieler Liebhaberinnen von Tartes – vor allem von Zitronentartes.

Sie wirkt eher unscheinbar, man könnte sie fast übersehen in der Auslage: Die Tarte au citron des Cafés Fleurs de Marie im Genfer Grotte-Quartier. «Trotzdem ist sie unsere beliebteste Tarte. Meine Stammgäste verlangen sie immer wieder », sagt Inhaberin Marie Nydegger. Offenbar hat dieser Kuchen das gewisse Etwas, schmeckt weder zu süss noch zu sauer: «Der Zucker darf das Fruchtaroma nicht überdecken», erklärt die 45-Jährige, «und die Füllung muss eine angenehme Konsistenz haben. Dafür sorgen die Kokosraspeln.»

Ein Lokal im Puppenstubenstil
Die gelernte Innendekorateurin eröffnete vor sechs Jahren ihr Lokal gleich hinter dem Hauptbahnhof und richtete es bunt ein. Sie strich die Wände rosa und himmelblau, dekorierte den Raum mit Puppenstuben und Regalen. Bonbonnieren, farbige Sirups und selbst gemachte Konfitüren bereichern das Buffet. Dort verkauft Marie Nydegger neben der Tarte au citron auch Himbeercrumbles, Muffins, Schokoladenkuchen sowie salziges Gemüsegebäck. Mal mit Auberginen, mal mit Zucchetti. Je nachdem, was die saisonale Ernte gerade bietet.

Die «geborene» Tartesbäckerin
«Zuvor habe ich zu Hause meine Kuchen gebacken und an ein Bistro verkauft », erzählt die Autodidaktin, die bereits während des Studiums für Freunde süsse Leckereien zubereitete. Die Tarte au citron – ein Rezept ihrer Grossmutter – war damals schon sehr beliebt. Um Zeit zu sparen, vereinfachte Marie Nydegger im Laufe der Jahre das Rezept, ohne dass die Tarte dabei ihren Geschmack einbüsste. So lässt sie zum Beispiel, anders als ihre Grossmutter, den Teig nicht ruhen, sondern legt ihn sofort in die runde, mit Backpapier ausgelegte Form.

Ökologische Einkäuferin
Den perfekten säuerlichen Geschmack erhält ihre Tarte– sie reicht für acht Personen – durch den Saft von vier Zitronen sowie die Schale von eineinhalb Früchten. «Ich kaufe aus ökologischen Gründen nur europäische. Als es letztes Jahr ausschliesslich südafrikanische gab, habe ich darauf verzichtet, die Tarte au citron anzubieten.» Dieses Problem hat Nydegger derzeit nicht. Und verrät, wie sie ihren Kuchen fertig backt: Den Ofen auf 180 Grad vorheizen, den Kuchen dann reinschieben. «Wichtig ist, dass man dabei die Tarte ganz genau beobachtet. Ihr Belag muss goldgelb sein.» Erst dann ist sie perfekt und servierbereit. Ob lauwarm oder kalt serviert, spielt keine Rolle, schmecken tut sie in jedem Fall. An die 30 Personen bewirtet Marie Nydegger in ihrem Café täglich. Sie können an den vier grossen Tischen sitzen. Oder im Sommer bei gutem Wetter auf der kleinen Terrasse eine Auszeit nehmen. Am besten mit einer Tarte au citron, die gerade in der warmen Jahreszeit eine süss-säuerliche Erfrischung bietet.

www.fleursdemarie.ch

Address: 8 rue de la Faucille, Les Pâquis
Telephone
: +41 (0) 2273 3473
Öffnungszeiten: Montag/Dienstag – Closed, Mittwoch – 8h30 – 17h, Donnerstag – 8h30 – 15h, Freitag – 8h30 – 21h30, Samstag/Sonntag – 10h-16h
(Brunch – unbedingt reservieren)

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Dieser Beitrag wurde am Juli 13, 2012 um 7:01 am veröffentlicht und ist unter weltweit abgelegt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

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