„About: Kate“

Ich habe eine neue Freundin. Sie heißt Kate. Und ich liebe Kate. Aber wer ist eigentlich Kate?

Die einen kennen die Serie „About: Kate“ vielleicht schon, allen anderen sei hier eine Anleitung und von mir gleich noch eine *unbedingt ansehen* Empfehlung geliefert!

Beim transmedialen Fernsehen wird der Zuschauer zum Akteur: Auf mehreren Bildschirmen– über den Fernseher, das Smartphone oder Tablet – bietet die neue ARTE-Serie „About: Kate“ ein innovatives Fernseherlebnis. Wie das funktioniert? Eine Einführung in das Projekt, bei dem Grenzen zwischen Realität und Fiktion verschwimmen.

Die Serie 
Der Zuschauer als klassischer Fernsehkonsument: Kate Harff, die Protagonistin der Serie, ist fast 30 und überfordert vom Leben. Sie will eine Pause, besser noch einen Neuanfang. Wer ist Kate wirklich? Wo gehört sie hin? Ihre eigene Spurensuche und die Sitzungen mit ihrer Therapeutin führen sie durch 14 Folgen. Dabei findet sie in Rückblenden, Videoclips, Fotoalben, virtuellen Pinnwandeinträgen immer ein Stück näher zu sich selbst.

Die Website
Der Zuschauer als Voyeur: Da es im digitalen Datenstrom keine Pause gibt, geht es zwischen den Folgen auf dem Fernsehbildschirm im Netz weiter: Die Website zur Serie bündelt die digitalen Spuren der Protagonistin Kate. Neben dem Videoarchiv der einzelnen TV-Folgen, lassen sich unter dem Menüpunkt „Akte Kate“ alle Aktivitäten Kates im Internet verfolgen: Was gibt Kate in ihre Suchmaschine ein? Welche Musik hört sie gerade in ihrer Playlist? Auf welchen Seiten ist sie im Internet unterwegs? Was schreibt sie in Foren? Kate wird zum gläsernen Menschen – wie jeder von uns im Netz dazu werden kann. Unsere Spuren sind überall und von jedem auffindbar.

Die App zur Serie
Der Zuschauer als Mitpatient: Eine App verbindet den Zuschauer mobil auf seinem Smartphone mit der Serie.Während Kate auf dem Fernsehbildschirm in ihrer Therapie mit Fragen konfrontiert wird, erscheinen dieselben Fragen auch beim Zuschauer auf der App. Ein Psychotest zur Selbsttherapie. Was war unser fiesester Streich? Wofür haben wir uns das letzte Mal selbst bemitleidet? Kurzum: Wie sieht es bei uns selbst aus? Die App zur Serie ist eine technische Revolution, die in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer Institut entwickelt wurde. Ähnlich wie Handyprogramme zur Musikerkennung, erkennt auch die App über ein Tonsignal Sequenzen der Serie und verknüpft sich automatisch. Die kostenlose App für iOS und Android gibt es unter dem Titel „About Kate“ im iTunes-Store und bei Google Play.

Kate auf Facebook 
Der Zuschauer als Freund: Auch auf Facebook ist Kate präsent – mit einem eigenen Profil. Der Fernsehzuschauer kann sich mit ihr befreunden, ihr Nachrichten schreiben und Statusmeldungen verfolgen. Surft Kate in der Serie auf Facebook, lassen sich ihre Aktivitäten auf dem Smartphone des Zuschauers mitverfolgen, er liest tatsächlich, was Kate in der Serie auf Facebook geschrieben hat. Das Verschmelzen von realer und fiktiver Person wirkt hier am frappierendsten.

User Generated Content
Der Zuschauer als Regisseur: Das Besondere an der Serie sind die eigenproduzierten Beiträge der Nutzer, sogenannter User Generated Content. Neben Clips von Videokünstlern der ARTE -Creative-Plattform sind die Zuschauer selbst dazu aufgerufen, kurze Videos oder Fotostrecken zu bestimmten Themen zu entwerfen. Ab der dritten Folge werden die Userbeiträge, die über die Website hochgeladen werden können, an festen Stellen in die Dramaturgie der Serie eingebaut.

Und hier gibt es alle Folgen. In Kombination mit der App eine wirklich interessante Geschichte!

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Dieser Beitrag wurde am Mai 29, 2013 um 9:35 am veröffentlicht und ist unter Videos abgelegt. Lesezeichen hinzufügen für Permanentlink. Folge allen Kommentaren hier mit dem RSS-Feed für diesen Beitrag.

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